2019 Zehnthaus Rimpel/Abt

Ludwigstraße 26-28, 76751 Jockgrim

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 aktuelle Ausstellung 

 

Die Kunstausstellung „Okular“

mit Elke Hennen(Objekte und Skulptur) und

Brigitte Nowatzke-Kraft(Malerei und Zeichnung), die vom 22. März bis 19. April 2020 geplant war, findet wegen Coronavirus nicht statt.

 

 

In den Gemälden von Brigitte Nowatzke-Kraft wird in vielen Farbschichten eine anfänglich vorhandene Landschaftsstruktur durch architektonische Elemente verdeckt, versteckt und überlagert. Übrig bleiben Landschaftsfragmente, die sich in Ausblicken, Durchblicken und Einblicken vom Ursprung emanzipieren und ein Eigenleben entwickeln. Dieses ist offen für die Interpretation durch den Betrachter. Daneben entstehen unter dem Titel „Urbane Strukturen“ Zeichnungen, die in archaischen Raumgeflechten eine zügellos wuchernde Architektur zeigen, deren Konstrukt sich durch Verdichtung und Auflockerung auszeichnet. Die Gegenwart des Menschen kann nur erahnt werden. „Seitensprünge“ macht die Malerin dann, wenn sie den Raum ihrer Bilder verlässt und ihre Ideen in Objekte oder Installationen verwandelt, die voll hintersinnigem Witz und Doppelbödigkeit sind.

 

Homepage: www.nowatzke-kraft.de

 

Gleichsam einer skurrilen Wunderkammer erzählt Elke Hennen in kryptischen Verdichtungen zu installativen Situationen von dem Verhältnis zwischen Sammeln und Verwahren.  Inmitten prothesenhafter Formumgebungen gebärden sich detailreiche Ensembles, die auf Körperlichkeit verweisen, ohne zu definieren. Sie demonstrieren, bezeichnen, spielen und fragen an.  Es geht um Transformationen, Widersprüchlichkeiten, psychologische Momente von Wahrnehmung und seiner Hinterfragung. Dabei geht es nicht mehr um die eine künstlerische Arbeit an sich, sondern um eine plastische Anordnung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt seine Möglichkeiten offen legt. Dazu werden künstlerische Elemente, je nach Verortung, ausgewählt, und in eine für die Künstlerin stimmige Struktur eingebunden.

Homepage: www.elkehennen.de

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Badisches Malerdorf Grötzingen e.V.

Vernissage: 22. März 2020, 11.00 Uhr

Laudatio: 
Simone Maria Dietz,
Kunsthistorikerin M.A., Karlsruhe

 

Musik:   Lluvia 

Simone Würth, Gesang, Keyboard

Debora Würth, Gesang, Keyboard, Gitarre

Homepage von Lluvia: http://www.lluviamusic.de/

Einladungsflyer

Kunstausstellung mit

Gabriele Köbler (Plastik)

und Gerhard Lämmlin (Malerei)

ab 7. Juni bis 5. Juli 2020

 

 

Symmetrie als Bewegung. Ursprünglich bekannt aus der griechischen und römischen Mythologie waren „Die drei Grazien“ bereits in der Antike ein häufig gewähltes Motiv der bildenden Kunst. Einen ebenso dominanten Stellenwert sowohl in der Bildhauerei als auch in der Kulturgeschichte nimmt die Kopfplastik ein. Gabriele Köblers Grazien – das bildhauerische Hauptwerk der in Haßloch lebenden freischaffenden Künstlerin – vereint beide Gegenstände auf eindrucksvolle Weise.

 

Bereits in der antiken Kunst standen Anmut und Grazie für die Aufhebung starrer Strukturen. Augenpaare, die sich sonst nie gekreuzt hätten,  treffen in Gabriele Köblers Damengesellschaft zusammen und es entsteht ein Kontaktmoment unterschiedlicher Kulturen, Völker und Epochen.

 

Gefertigt aus Beton provozieren Köblers Grazien einen interessanten und gleichermaßen innovativen Dialog zwischen Antike und Moderne, dem sich der Betrachter nur schwerlich entziehen kann. Inspiriert von Menschen auf der Straße, Fotografien oder historischen Gemälden und vereint in der stilisierten, schlanken Form ihrer Skulpturen entstehet Aufeinandertreffen von Menschen unterschiedlichster Kulturen und Epochen. Auf diese Weise eröffnen gerade die sehr streng symmetrisch komponierten, starr wie mumifizierte Pharaonen wirkenden Figuren der Künstlerin eine Überführung archaischer, erhabener Strukturen in das bewegte Umfeld der Jetztzeit. (Manuela Grasse, 2012)

Homepage: https://www.gabriele-koebler.de/

 

 

Gerhard Lämmlin bezieht seine Ideen und Bildkompositionen häufig aus Impressionen und Eindrücken, die er von seinen vielfältigen Reisen mitbringt. Dabei entstehen Werke, die nicht die Realität abbilden, die vielmehr Ausdruck seiner Gedanken, Stimmungen und Erinnerungen sind. Lichteinfälle auf bizarre Landschaften und  ungewöhnliche Farbkombinationen exotischer Gesteins-formationen  werden ebenso „verarbeitet“ wie die nachhaltigen, freundschaftlichen Begegnungen mit Einheimischen.

Lämmlins Bilder entstehen aber auch  „Just for fun“, wenn er, einem inneren Drang folgend, zu Pinsel, Spachtel und Farbe greift und in einem häufig emotionalen Prozess, energie- und spannungsgeladene abstrakte Gemälde erzeugt. Ausgehend von einer Skizze werden in vielen Schichten Farben und Formen spontan gesetzt. Spannungsfelder werden aufgebaut und intuitiv durch angedeutete Linien unterstützt. Es fasziniert ihn, Farben abzuwandeln, ineinander übergehen zu lassen, ihnen durch die Beimischung von Sand Struktur zu verleihen,  mit ihnen und ihrer Wirkung zu „spielen“. Es ist für ihn immer  wieder ein besonderes Erlebnis, einer weißen Leinwand in oftmals vielen Sitzungen ein eigenes „Leben“  zu verleihen. Dabei ist  es weniger das fertige Bild als vielmehr der Prozess des Entstehens, der für ihn emotional bedeutsam ist.

Homepage: https://www.gerhard-laemmlin.de/

Vernissage: 7. Juni 2020, 11.00 Uhr

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