Nächste Kunstausstellung

mit Gabriele Köbler (Plastik)

und Gerhard Lämmlin (abstrakte Acrylmalerei)

Termin wird festgelegt, sobald es die

Situation mit dem Coronavirus erlaubt

Symmetrie als Bewegung. Ursprünglich bekannt aus der griechischen und römischen Mythologie waren „Die drei Grazien“ bereits in der Antike ein häufig gewähltes Motiv der bildenden Kunst. Einen ebenso dominanten Stellenwert sowohl in der Bildhauerei als auch in der Kulturgeschichte nimmt die Kopfplastik ein. Gabriele Köblers Grazien – das bildhauerische Hauptwerk der in Haßloch lebenden freischaffenden Künstlerin – vereint beide Gegenstände auf eindrucksvolle Weise.

 

Bereits in der antiken Kunst standen Anmut und Grazie für die Aufhebung starrer Strukturen. Augenpaare, die sich sonst nie gekreuzt hätten,  treffen in Gabriele Köblers Damengesellschaft zusammen und es entsteht ein Kontaktmoment unterschiedlicher Kulturen, Völker und Epochen.

 

Gefertigt aus Beton provozieren Köblers Grazien einen interessanten und gleichermaßen innovativen Dialog zwischen Antike und Moderne, dem sich der Betrachter nur schwerlich entziehen kann. Inspiriert von Menschen auf der Straße, Fotografien oder historischen Gemälden und vereint in der stilisierten, schlanken Form ihrer Skulpturen entstehet Aufeinandertreffen von Menschen unterschiedlichster Kulturen und Epochen. Auf diese Weise eröffnen gerade die sehr streng symmetrisch komponierten, starr wie mumifizierte Pharaonen wirkenden Figuren der Künstlerin eine Überführung archaischer, erhabener Strukturen in das bewegte Umfeld der Jetztzeit. (Manuela Grasse, 2012)

Homepage:  https://www.gabriele-koebler.de/

 

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Gerhard Lämmlin bezieht seine Ideen und Bildkompositionen häufig aus Impressionen und Eindrücken, die er von seinen vielfältigen Reisen mitbringt. Dabei entstehen Werke, die nicht die Realität abbilden, die vielmehr Ausdruck seiner Gedanken, Stimmungen und Erinnerungen sind. Lichteinfälle auf bizarre Landschaften und  ungewöhnliche Farbkombinationen exotischer Gesteinsformationen  werden ebenso „verarbeitet“ wie die nachhaltigen, freundschaftlichen Begegnungen mit Einheimischen.

Lämmlins Bilder entstehen aber auch  „Just for fun“, wenn er, einem inneren Drang folgend, zu Pinsel, Spachtel und Farbe greift und in einem häufig emotionalen Prozess, energie- und spannungsgeladene abstrakte Gemälde erzeugt. Ausgehend von einer Skizze werden in vielen Schichten Farben und Formen spontan gesetzt. Spannungsfelder werden aufgebaut und intuitiv durch angedeutete Linien unterstützt. Es fasziniert ihn, Farben abzuwandeln, ineinander übergehen zu lassen, ihnen durch die Beimischung von Sand Struktur zu verleihen,  mit ihnen und ihrer Wirkung zu „spielen“. Es ist für ihn immer  wieder ein besonderes Erlebnis, einer weißen Leinwand in oftmals vielen Sitzungen ein eigenes „Leben“  zu verleihen. Dabei ist  es weniger das fertige Bild als vielmehr der Prozess des Entstehens, der für ihn emotional bedeutsam ist. 

Homepage:  https://www.gerhard-laemmlin.de/

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